
Die kindliche Sprachentwicklung
Nicht immer gelingt es einem Kind, im Laufe der ersten fünf Lebensjahre die Sprache korrekt entschlüsseln und anwenden zu lernen. So kompliziert, wie die deutsche Sprache in ihren Lautbildungen und grammatischen Strukturen ist, bedürfen manche Kinder unserer Unterstützung, um das Chaos im Sprachdschungel zu ordnen. Ist der Impuls angemessen gesetzt, wird seine Eigenmotivation wieder soweit gestärkt sein, dass es selbst weiterforschen möchte.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die kindliche Sprachentwicklung unterhalb der Altersnorm entwickelt, d.h. dass Laute noch fehlgebildet werden, die in bestimmtem Alter eigentlich schon beherrscht werden müsste, dass die grammatischen Strukturen der Sprache noch nicht korrekt erkannt wurden oder andere Parameter. Auch das Gehör kann betroffen sein; durch längerfristige Beeinträchtigung des Gehörs entwickeln sich die sprachlichen Fähigkeiten ebenso nur bedingt. Denn als Voraussetzung zum Sprechenlernen bedarf es des intakten Hörorgans und guter Hörwahrnehmung.
Störungen in der kindlichen Sprachentwicklung können auftreten in Form von:
- Verspätetem Sprechbeginn („Latetalker“, „Latebloomer“)
- Lautfehlbildungen (Dyslalie, u.a. Sigmatismus)
- Störungen in der Sprechmuskulatur (Myofunktionelle Störung)
- Unsichere oder mangelnde grammatische Fähigkeiten (Dysgrammatismus)
- Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)
- Störungen des Redeflusses (Stottern, Poltern)
- Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (LKG)
- Näseln (Rhinophonien)
- Auditive Wahrnehmungsstörungen (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung)
- Hörstörungen
Wir bieten Ihnen gern einen zeitnahen Termin zur Erstberatung an.
